Zugang zum Bundestag in Zukunft erschwert - neues Kontrollzentrum außerhalb des Gebäudes geplant

BERLIN - NOVEMBER 23: German police set up barricades in an out-of-the-ordinary measure near the Reichstag, seat of the Bundestag, or German parliament, along a road that leads to the Chancellery ahead of the upcoming visit of Russian President Vladimir Putin on November 23, 2010 in Berlin, Germany. Heavily-armed police checked vehicles arriving at the Reichstag and the glass cupola was closed to visitors until further notice starting the day before in the wake of rising anti-terrorism precautions in Germany. German Interior Minister Thomas de Maiziere recently announced that Islamic terrorists are planning attacks on German territory to take place towards the end of November and the entire country is on high alert. (Photo by Sean Gallup/Getty Images)Da die Terrorgefahr für Deutschland nicht mehr von der Hand zu weisen ist, wird es in Zukunft neue Regelungen für den Zugang zum Bundestag in Berlin geben. Bislang finden die Zugangskontrollen noch im Gebäude des Bundestages statt, um einen potentiellen Attentäter aber gar nicht erst ins Haus zu lassen, wird es bald ein vorgelagertes Zutrittskontrollzentrum geben. Ausserdem sollen, laut Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse, die Zahl der ausgegebenen Hausausweise drastisch reduziert werden.

Laut der "Morgenpost" gäbe es momentan rund 23.000 Zugangsausweise. Neben den Abgeordneten und ihren Mitarbeitern sowie den Angestellten der Bundestagsverwaltung haben auch zahlreiche Journalisten, Handwerker, Lieferanten, Diplomaten sowie andere Behördenvertreter und auch Lobbyisten solche einen Zugangspass für den Bundestag. Dieser Ausweis ermöglicht nicht nur den Zugang zum Gebäude ohne vorherige Anmeldung sondern lässt den Inhaber auch ohne eine Begleitperson im Haus verkehren.

Das neue Besucher-Kontrollzentrum sei schon in Planung, so Thierse weiter. Deutschland könne zwar stolz sein, dass der Reichstag "eines der attraktivsten Parlamentsgebäude der ganzen Welt" sei, nichts desto trotz müssen die Millionen von Besuchern in Zukunft außerhalb intensiv kontrolliert werden. Den Sicherheitscheck erst dort durchzuführen wo das Ziel eines möglichen Anschlags liegt, ist als Präventivmaßnahme definitiv zu spät.


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