Zahl der Abtreibungen in Deutschland rückläufig

Wie das statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt ist die Zahl der Abtreibungen in Deutschland 2009 auf auf 110.700 abgefallen. Dies ist der niedrigste Stand seit im Jahr 1996 die gesetzliche Neuregelung zu Schwangerschaftsabbrüchen in Kraft trat.

Die gezetzliche Regelung, die so genannte "Beratungsregelung" sieht vor, dass Schwangerschaftsabbrüche nur unter bestimmten Voraussetzungen legal durchzuführen sind. Der Abbruch der Schwangerschaft muss durch einen Arzt erfolgen, und zwar innerhalb einer Frist von 12 Wochen nach der Empfängnis. Er muss auf Verlangen der Frau geschehen und es besteht die Pflicht auf Vorlage einer Beratungsbescheinigung. Zwischen Beratung und dem Abbruch müssen ausserdem mindestens drei Tage vergangen sein.

2009 haben insgesamt 3800 Abbrüche weniger stattgefunden als noch im Jahr zuvor. Damit beträgt der Rückgang 3,3% gegenüber 2008.

Etwa 75% der Abtreibungen seien von Frauen im Alter zwischen 18 und 34 vorgenommen worden, knapp 8% waren über 40 Jahre alt. Bei den Minderjährigen sank die Quote um 4% von 4900 im Vorjahr auf 4500 im Jahr 2009. Pro 10.000 Frauen im gebärfähigen Alter haben demnach ca. 70 einen Schwangerschaftsabbruch durchgeführt.


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