Da die Terrorgefahr für Deutschland nicht mehr von der Hand zu weisen ist, wird es in Zukunft neue Regelungen für den Zugang zum Bundestag in Berlin geben. Bislang finden die Zugangskontrollen noch im Gebäude des Bundestages statt, um einen potentiellen Attentäter aber gar nicht erst ins Haus zu lassen, wird es bald ein vorgelagertes Zutrittskontrollzentrum geben. Ausserdem sollen, laut Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse, die Zahl der ausgegebenen Hausausweise drastisch reduziert werden.Laut der "Morgenpost" gäbe es momentan rund 23.000 Zugangsausweise. Neben den Abgeordneten und ihren Mitarbeitern sowie den Angestellten der Bundestagsverwaltung haben auch zahlreiche Journalisten, Handwerker, Lieferanten, Diplomaten sowie andere Behördenvertreter und auch Lobbyisten solche einen Zugangspass für den Bundestag. Dieser Ausweis ermöglicht nicht nur den Zugang zum Gebäude ohne vorherige Anmeldung sondern lässt den Inhaber auch ohne eine Begleitperson im Haus verkehren.
Das neue Besucher-Kontrollzentrum sei schon in Planung, so Thierse weiter. Deutschland könne zwar stolz sein, dass der Reichstag "eines der attraktivsten Parlamentsgebäude der ganzen Welt" sei, nichts desto trotz müssen die Millionen von Besuchern in Zukunft außerhalb intensiv kontrolliert werden. Den Sicherheitscheck erst dort durchzuführen wo das Ziel eines möglichen Anschlags liegt, ist als Präventivmaßnahme definitiv zu spät.
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